Ankauf Expressionismus




Barock - Impressionismus - Dresdner Malerei - Renaissance - Expressionismus - Romantik

Entstehung

Zur Jahrhundertwende (1900) war der Impressionismus die am stärksten vertretene Malweise. Man malte in der freien Natur und mit hellen, kräftigen Farben. Motive der Bilder waren meist direkt aus der Natur entnommen wie z. B. Landschaften. Eine große Rolle spielte auch das eigene Empfinden über das Gesehene, es floss sehr stark in das Gemalte ein.

Kennzeichen

Die Expressionisten wollten sich von dieser naturgetreuen Malerei abwenden. Man versuchte, die irreale, phantasievolle Welt des Unterbewusstseins auf die Leinwand zu bringen. Träume und irrationale Dinge wurden mehr und mehr Themen der Bilder. Es war inzwischen nicht mehr das in jenem Moment Empfundene, was man auf den Malereien sehen konnte. Vielmehr wurden verdrängte Gedanken und unterbewusste Gefühle dargestellt.

Die Expressionisten nutzten ausgeprägte, starke Farbtöne. Die expressionistischen Werke zeugen von Abstraktheit und Verzerrung. Auffallend waren außerdem die häufig vorkommenden Motive wie Krieg, Zerfall, Angst, Weltuntergangsstimmung, der Ich-Verlust und die Großstadt. Der 1. Weltkrieg fällt in die Zeit des Expressionismus und somit war auch eine weitaus negative Stimmung unter der Bevölkerung vorherrschend.

Kunstepoche

Auch in der Literatur des Expressionismus’ wurde diese pessimistische Laune aufgenommen. Wichtig dabei ist, dass viele der damaligen Dichter selbst an der Kriegsfront gekämpft hatten und nach ihrer Rückkehr oder noch während des Krieges ihre Empfindungen in ihre Stücke einfließen ließen. Jedoch fanden auch Liebe und Natur einen Platz in den Stücken der literarischen Expressionisten, dann aber eher mit einem dunkel angehauchten Schimmer. Nie zuvor wurde so stark das Hässliche und Kranke in die Literatur einbezogen. In der expressionistischen Musik wurden Extrema eingeführt: heftige Lautstärken- und Tonlagenunterschiede, Gegensätze, Einsatz ungewöhnlicher Instrumente und andere. Die Atonalität ging allmählich verloren, die Harmonie in den Zusammenhängen der Kompositionen wurde also schwächer. Diese Musikstücke waren neuerdings auch außerordentlich kurz.

Nach Ende des 1. Weltkriegs schwächte der expressionistische Stil ab, dies lag unter anderem am Fehlen der maßgebenden Themen, aber auch am Tod sehr wichtiger Künstler & am Auflösen von Gruppierungen, die den Expressionismus stark prägten.

Franz Marc

Franz Marc wurde 1880 in München geboren und wandte sich in sehr jungen Jahren der Malerei zu. Er wurde von mehreren Richtungen wie dem Impressionismus, von Vincent van Gogh, August Macke, Wassily Kandinsky etc. beeinflusst. Er starb 1916 im 1. Weltkrieg in der Nähe von Verdun, Frankreich. Sehr häufig findet man bei ihm Tiermotive. Er malte Kühe, Pferde, Füchse, Katzen und mehr, dies zeigte seine große Liebe zu Tieren. Diese Motive vermischte er mit expressionistischen Elementen. Er ließ die Tiere in seinen Bildern träumen und schrieb ihnen so menschliche Charakteristika zu. Im Laufe seiner Zeit als Maler wurden seine Bilder immer abstrakter.

August Macke

1887 wurde August Macke im Sauerland geboren. Auch er interessierte sich schon als Jugendlicher für die Kunst. Im September des Jahres 1914 fiel er nach einem Monat Krieg in Frankreich. Sein häufigstes Motiv war der Mensch.

Es gibt viele Bilder von ihm, auf denen Frauen in langen Kleidern zu sehen sind. Aber es lässt sich auch eine gewisse Naturverbundenheit Mackes erkennen. Auf seiner Reise nach Tunesien wurde er jedoch von ganz anderen Themen inspiriert. Er malte nun Aquarelle, die besonders das tunesische Leben zeigen und in denen er bestimmte Farben verwendet, z. B. für die typischen hellen Häuser und Gewänder der Menschen.

„Die Brücke“

1905 schlossen sich in Dresden vier Architekturstudenten zu einer Gruppierung zusammen: Ernst Ludwig Kirchner (1880 – 1938), Erich Heckel (1883 – 1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884 – 1976) und Fritz Bleyl (1880 – 1966). Später stießen Emil Nolde (1867 – 1956), Max Pechstein (1881 – 1955), Lambertus Zijl (1866 – 1947) und Otto Mueller (1874 – 1930) hinzu. Der Name der Gruppe soll die Verbindung zwischen den vielen unterschiedlichen Stilen der Malkunst bezeichnen.

1906 wurde eine erste Mappe mit Werken der Künstler erstellt, später folgten regelmäßige Ausstellungen. Besonders die Motive Dämonen und Sinnlichkeit waren Themen der Brücke-Künstler.

1913 löste sich die „Die Brücke“ als eine der wichtigsten Expressionismus-Künstlergruppe auf.

„Der blaue Reiter“

Wassily Kandinsky (1866 – 1944) gilt als bedeutender Vorreiter der Expressionisten. Um ihn schlossen sich mehrere Maler 1911 zur Gruppierung „Der blaue Reiter“ in München zusammen. Darunter waren Franz Marc, August Macke, Paul Klee (1879 – 1940), Gabriele Münter (1877 – 1962), Alexej von Jawlensky (1864 – 1941) und andere.

Die Motive dieser Gruppe waren relativ individuell auf ihre Mitglieder ausgelegt. Marc war mit seinen außergewöhnlichen Tierbildern von großer Bedeutung, nicht zu vergessen sind aber auch die kräftigen Farbeinflüsse Mackes und die zauberhaften Märchen-Malereien von Paul Klee.

Irgendwann entfernten sich die einst gut harmonierenden, aber verschiedenen Vorstellungen der Mitglieder des blauen Reiters voneinander. Doch auch der sich zusammenbrauende 1. Weltkrieg riss die Gruppe auseinander. Schließlich fand „Der blaue Reiter“ 1914 sein Ende.
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