Canaletto Ankauf




Barock - Impressionismus - Dresdner Malerei - Renaissance - Expressionismus - Moderne

Canaletto (1722-1780), eigentlich Bernardo Bellotto, war ein venezianischer Maler, der für seine realistischen Bilder (Veduten) europäischer Städte, neben italienischen Städten vor allem Dresden, Wien und Warschau, bekannt ist.

Canalettos frühe Jahre



Bellotto stammt aus der Familie eines venezianischen Gutsverwalters. Sein künstlerisches Talent war ihm in die Wiege gelegt. Vorfahren mütterlicherseits hatten als Theatermaler gearbeitet, sein Onkel war der berühmte Vedutenmaler Giovanni Antonio Canal (1697-1768). Canal entdeckte das Talent Bellottos und nahm ihn früh in seine Werkstatt auf. Das Vorbild des Onkels spiegelte sich in den Werken des Neffen, die von denen Canalettos bald kaum zu unterscheiden waren.

Veduten italienischer Städte



Auf Reisen entstanden viele Ansichten italienischer Städte wie Venedig, Padua, Florenz, Lucca, Livorno, Rom, Verona und Turin. Schon in dieser Zeit hatte Canaletto begonnen, sich künstlerisch von seinem Onkel zu emanzipieren. Die Stadtlandschaft entstand in sattem Grün und Braun, darüber ein Himmel im typischen, kühlen Canaletto-Blau.

Erste Dresdner Periode von Canaletto



Im Juli 1747 entschloss sich Bellotto, Italien für immer zu verlassen. Von dieser Zeit an nannte sich der Künstler Canaletto. Als Hofmaler in Dresden erwarb er sich die Gunst von August III., der eine Vorliebe für venezianische Malkunst besaß. Bis 1754 entstand ein Hauptzyklus aus 14 Dresdner Ansichten. Sie befinden sich in der Gemäldegalerie Alte Meister. 1756 schuf Bellotto elf Bilder von Pirna, bis 1758 fünf Ansichten der Festung Königstein. Nach der Besetzung Sachsens im Siebenjährigen Krieg reiste Bellotto ab.

Canaletto`s Zweite Dresdner Periode



Bellotto ging zunächst nach Bayreuth, 1759 siedelte er nach Wien über. Hier entstanden in zwei Jahren insgesamt dreizehn Bilder von Schloss Schönbrunn und anderen Stadtansichten. Er kehrte nach Dresden zurück, hatte im Krieg aber Haus, Ausrüstung und Kunstwerke verloren. In der nun folgenden zweiten Dresdner Periode widmete er sich vorrangig Architektur-Capricci, d. h. spielerischen Überschreitungen der akademischen Normen. Es entstanden etwa zwanzig Bilder dieser Art. Diese Fantasiearchitekturen gingen auf reale Motive zurück und wurden mit Staffagefiguren belebt. Neben den Capricci schuf er auch zwei Veduten der zerstörten Kreuzkirche.

Warschauer Zeit von Canaletto



Er erhielt zwar eine Anstellung an der 1764 gegründeten Kunstakademie als Professor für Perspektive; die Konditionen waren allerdings so schlecht, dass er Dresden bald wieder verließ. Er suchte einen neuen Arbeitsplatz und fand ihn vermeintlich in Sankt Petersburg, am Hofe von Zarin Katharina II. Allerdings kam er nicht bis dorthin. Auf halbem Wege verblieb er am Hofe des neuen polnischen Königs, Stanisław II. August. Dessen Geschmack war noch barock geprägt und er verehrte die venezianische Malerei, er war hochgebildet und sprach mehrere Sprachen, darunter italienisch. An seinem Hofe hatte er eine ganze Kolonie italienischer Künstler versammelt, was dem sprachlich völlig unbegabten Bellotto entgegenkam. Canaletto wurde am Warschauer Hof nicht zum Hofmaler ernannt, sondern er arbeitete mit anderen Künstlern im sogenannten „Kunstdepartement“ zusammen. Bellottos Warschau-Bilder erhielten nach dem Zweiten Weltkrieg eine besondere Bedeutung; man zog sie hinzu, um die zerstörte Altstadt wieder originalgetreu aufzubauen. Unerwartet starb Bellotto in Warschau am 17. Oktober 1780. Todesursache war ein Gehirnschlag.

Canaletto


Der berühmte Canaletto-Blick



Die Augustusbrücke war für Bellotto in Dresden ein besonderer Anziehungspunkt. Heute ist der Canaletto-Blick auf die inzwischen neu errichtete Brücke eine internationale Berühmtheit der Stadt. Das Bild selbst geriet jedoch in Gefahr. Falsche Reinigungsmethoden im 19. Jahrhundert hatten die Farben verfälscht, vor allem das Canaletto-Blau des Himmels war verschwunden. Mittels Rasterelektronen-Mikroskopie und Infrarot-Spektroskopie erkannte man, dass Bellotto offenbar ein nicht lichtechtes Farbpigment benutzt hatte. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten ist es seit dem 25. August 2011 wieder in der Gemäldegalerie Alte Meister zu sehen, die ebenso eine Vielzahl weiterer seiner Werke aufbewahrt.

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